Portwein für Genießer - viel mehr als (nur) ein Sommertraum! Jetzt entdecken!

 

 

Liebe Weinfreunde,

es gab eine Zeit, da war Portwein tatsächlich nur zu einer kurzen Saison so richtig angesagt: im Sommer! Ein fruchtiger, pflaumiger Portwein passt mit seiner feinen, pflaumig anmutenden Süße wunderbar zu einem frisch aufgeschnittenen Stück Zucker- oder Honig-Melone, ergänzt durch eine zarte, edle Scheibe italienischen Parma-Schinken. Sie bekommen gerade Lust drauf? Können wir nur zu gut verstehen. Ein schön garnierter Teller, vielleicht noch mit zwei frische Erdbeeren neben der Melone verschönert, Sommer-Feeling, Sonnenschein, Pool-Atmosphäre - und ein kleines Glas Portwein. Ein Sommertraum- oder? Ja, für viele Genießer ist es das. Aber dann ... wenn der Sommer verging, legte sich auch ein dunkler Schatten auf die Portweine. Die meisten vergaßen diesen kulinarischen Höhepunkt und nur mancherorts wurden die edlen Roten geöffnet, wenn es draußen wieder schneite, das Kaminfeuer knackte und der vollmundige Vintage Port von innen wohlig wärmte.

 

Die Zeiten haben sich - zum Glück - geändert.Portwein erlebt eine Renaissance und wird als trendiges Getränk von den Genießern aller Altergruppen neu entdeckt. Aber: was ist Portwein eigentlich. Um es einfach zu machen: Portwein ist ein Getränk, das zu der Gruppe der sogenannten "gespritteten" Weine zählt. Die Basis sind also Weine, die mit Alkohol versetzt werden und eine spezielle Lagerung erleben. Dadurch hat das Endprodukt zwischen 19 und 22 Volumen-Prozent Alkohol. Hergestellt wird der Portwein in Portugal. Irreführend benannt nach der Hafenstadt Porto kommen die edlen Trauben für den Portwein aus dem Douro-Taldas auch als für einige der besten Rotweine Portugals die Herkunft bietet. Warum der Portwein jetzt nicht nach dem Douro-Tal sondern nach der Hafenstadt benannt wurde, ist einfach erklärt: es wurde viel Portwein exportiert. Große Mengen gingen nach England. Der Portwein wurde also schlicht und einfach nach dem Haupt-Umschlagsort benannt.

 

Der Geschmack des roten Portweins ist überwiegend pflaumig zu assoziieren, und das in allen möglichen Schattierungen mit mehr oder weniger stark auffälliger Restsüße. Beim gut gereiften Qualitäten kommt eine feine Samtigkeit und Schokolade-Noten mit dazu. Zartbitterborke, Kaminrauch, Zigarrennoten und Süßholz sind ebenfalls in dem meist voluminös gebauten Körper zu finden. Von den 48 roten und weißen Traubensorten, die für einen Portwein verwendet werden dürfen, haben die wenigsten von Ihnen sicher je gehört oder sie reinsortig als Wein getrunken - was mitunter auch daran liegt, dass Portugal als Weinregion generell als "Cuvée-Land" gilt und seine Weine (theoretisch) aus über 300 verschiedenen, zugelassenen Traubensorten kreieren kann. Aus diesem Grund findet man wenig Weine, auf denen der Name einer einzelnen Rebsorte vermerkt ist. Vielmehr sind drei bis fünf Rebsorten die Regel. Für den Portwein finen unter anderem folgende Rebsorten Verwendung: Touriga Nacional, Touriga Franca, Touriga Roriz, Tinta Cao, Soussao, Tinta Francisca und andere mehr - Na? Welche Rebsorte davon kennen Sie??  

 

Vom Ruby bis zum Vintage - die kleinen, aber feinen Unterschiede beim Portwein

Die roten Portweine (ja, es gibt auch andere Farben, aber dazu mehr im nächsten Abschnitt) gibt es in einer Vielzahl verschiedener Ausbaustufen und Reifungen, was letztenendes auch einen maßgeblichen Einfluß auf den jeweiligen Geschmack und Charakter hat. Fangen wir einfach mal mit dem "fruchtigen Portwein für jeden Tag" an: der Ruby Port. Immer, wenn Sie Ruby auf dem Portweinetikett lesen, können Sie von ein wenig mehr süffiger Fruchtigkeit und Restsüße ausgehen. Aus mehreren Jahrgängen jüngerer, fruchtigerer Grundweine verschnitten mit kurzer Lagerzeit von zwei bis drei Jahre im Fass erwartet den Portweinfan ein fruchtiger, süßer Port mit sommerlichen Ambitionen.

 

Der Tawny Port hat da schon leicht maskulinere Eigenschaften. Zumeist noch recht fruchtig und sanft zeigt er sich dennoch fester und trockener als der Ruby. Tawny und Ruby sind die gängigsten und bekanntesten Portwein-Arten. Aber jetzt wird es interessant: wir beginnen bei den gereiften Portweinen mit dem LBV, dem Late Bottled Vintage Port. Diese Flaschen tragen einen Jahrgang, was bedeutet, dass nur Grundweine dieses Jahrgangs Verwendung fanden. Dementsprechend gibt es innerhalb der Jahrgänge Unterschiede, und das auch innerhalb der Range eines einzelnen Produzenten. Der LBV reift länger im Holzfass und hat deshalb gleich einen feinen, zugängigen, intensiven Geschmack. Der große Pluspunkt: er ist direkt beim Kauf fertig gereift. Und diesen Geschmack behält er auch über seine Zeit im Weinkeller hinweg. Der (kleine) Nachteil: er hat kein Entwicklungspotential, denn - siehe Pluspunkt. Das bringt uns zur Königsklasse: dem Vintage Port.

 

Der Vintage Port trägt wie auch der LBV stolz den Jahrgang auf der Flasche, aus dem seine Grundweine stammen. Während für den Late Bottled Vintage die Selektion schon sehr streng und hochwertig durchgeführt wird, legt der Vintage noch eine Schippe drauf: erst das portugiesische Weininstitut kann nach einer genauen Prüfung der Grundweine, der Lage und der Qualität festlegen, ob der Winzer einen Vintage abfüllen darf oder nicht. Das ist auch der einfach Grund, warum nicht jeder Winzer jedes Jahr einen Vintage auf den Markt bringen kann/darf. Der Vintage Port ist für Jahrzehnte der Lagerung ausgelegt. In der Regel befindet sich ordentlich Depot, also Traubensediment, in der Flasche. Von diesem Depot "zehrt" der Portwein über seine Reifezeit im Weinkeller, wird besser und besser. Bis zu 50 Jahre Entwicklungspotential bringen manche der besten Jahrgänge und Abfüllungen mit sich. Eine gewaltige Zeit, bei der es nicht schadet, wenn man mal eine Flasche im Weinregal schlicht über Jahre "vergisst". 

 

Eine Portwein-Art, die man inzwischen häufiger findet, ist der Crusted Port. Der Niepoort Crusted Port trägt zum Beispiel das Datum seiner Abfüllung auf der Flasche, nicht immer aber den Jahrgang der Grundweine. Das liegt daran, dass es sich in der Regel um einen Verschnitt fertiger, exzellenter Late Bottled Vintages handelt. Zusammen mit einem üppigen Depot bekommt man so ein ordentlich schokoladig-beeriges, vollmundig-samtiges Geschmacks-Erlebnis zum attraktiven Preis um die 20,- €. Neben dem Crusted gibt es dann noch Portweine mit Bezeichnungen wie Senior Port und die beliebten Colheita mit Jahrgang, die länger gelagert sind als LBVs, aber dennoch vollendet in der Reife hervorstechen. Portwein ist nicht unbezahlbar. Einfache Rubys und Tawnys gibt schon von Mitte 10 bis 12 Euro für Top-Qualitäten. Ruby Reserve bilden eine besondere Feinheit und kosten um die 20 Euro. In dieser Preislage sind auch die meisten LBVs zu finden. Vintage Ports beginnen bei knapp 40 Euro pro Flasche, liegen in der Regel aber eher zwischen 50 und 100 Euro. Das sind langfristige Genuss-Investitionen, die auch für spezielle Events ein großartiges Geschenk besonderer Art darstellen - dazu gleich mehr.  

 

Jetzt kommt Farbe ins Spiel: weißer Port und Rosé-Port

Bisher sprachen wir fast ausschließlich über die roten Portweine. Sie machen auch den Löwenanteil der Portweinproduktion aus. Aber es gibt noch farbliche Raffinessen. Der weiße Portwein wird aus genau festgelegten weißen Traubensorten hergestellt. Er wird besonders gerne im Sommer oder an warmen Tagen oder als Apéritiv oder als Dégistiv oder zur weißen Schokolade und zum Dessert getrunken. - Sie sehen, für Portwein gibt es viele schöne Mente und Einsatzmöglichkeiten. Geschmacklich kann man zwischen süßen Portweinen, sanft trockenen Sorten (Dry) und medium ausgebauten Sorten wählen. Portwein liegt zwar - genau wie Sherry - deutlich höher im Alkoholgehalt als "normaler" Wein, aber gerade in Spanien werden die trockenen Sherrysorten zum Essen gegenüber Standard-Weißweinen sehr geschätzt und häufig dazu getrunken. Gleiches gilt auch in seiner Kombinations-Eigenschaft für Portwein, auch wenn man Portwein gerne einfach als Likörwein einstuft - was nicht ganz fair ist. Portwein kann an Likör erinnern, aber kein Likör schmeckt wie Portwein!

 

In den letzten Jahren hat sich in der jungen Genuss- und Trend-Community der Port Rosé durchgesetzt. Seine fantastische Farbe animiert geradezu zum Sündigen. Meist süß und beerig im Geschmack lassen sich mit ihm traumhafte Cocktails mixen. Als Longdrink on Ice ist er ein wahrer Sommertraum und zaubert mit Leichtigkeit Urlaubsfeeling auf den Balkon, die Terrasse oder den Garten. Portwein Rosé ist nur bei wenigen Händlern zu finden, und dann meistens nur für eine kurze Zeit des Jahres. Gute Fachhändler, zu denen wir uns bescheiden auch zählen würden, führen aber auch hier ganzjährig Port Rosé im Sortiment. Ein tolles Gast-Geschenk für jemanden, der "sonst schon alles hat" oder gerne etwas abseits des Mainstreams probiert.

 

Portwein? Sherry? Wo ist der Unterschied?

Diese beiden Delikatessen werden oft in einen Hut geworfen, dabei gibt es große Unterschiede. Portwein kommt, wie bereits erklärt, aus Portugal. Sherry kommt aus Spanien, genauer gesagt aus Jerez. Portwein wird aus roten und weißen Traubensorten hergestellt, Sherry ausschließlich aus genau festgelegten weißen Trauben. Und das, obwohl der süße "PX" Sherry aus der (Weißwein)Traube Pedro Ximenez in der Farbe gold-braun funkelt. Was beide gemeinsam haben, ist ihre Zugehörigkeit zu der Gruppe der aufgespritteten Weine; beiden wird Alkohol vor der Lagerung zugegeben. Das das Lagerverfahren in den Kellern des Weinguts sind durchaus vergleichbar, aber dennoch hat sowohl der Portwein als auch der Sherry jeweils seine ganz eigenen Raffinessen und geschmacklichen Höhepunkte, die sie voneinander unterscheiden. Und wo wir gerade beim Thema "Lagerung" waren: hier hat Australien in der Geschichte eine ganz große Rolle gespielt.

 

Australien, Engländer und der Portwein - ein amüsanter Blick in die Geschichte

Es gibt zahlreiche Geschichten, wie das mit dem Portwein seinen Anfang genommen hat. Aber auf die eine oder andere Weise kommen immer wieder die Engländer ins Spiel. England galt nicht nur lange Zeit als unangefochtene Seemacht, sondern war auch einer der größten Importmärkte für hochwertige Rotweine - allem voran Bordeaux. Zur Zeit des Imperialismus, in der jede Nation versuchte, so viele wertvolle Kolonien wie möglich unter Besitz zu nehmen, war England durch seine Vormachtstellung in Sachen Schiffe und Erfahrung anderen Nationen ein gutes Stück überlegen. Auch in dem für Wein klimatisch interessanten Australien stecktes sie ihre Claims ab. Das Ziel war es, den teuren Importen aus Bordeaux damit entgehen zu können, indem man in den eigenen Kolonien begann, selbst hochwertige Rotweine herzustellen. Also wurden Schiffsladungen von englischen Gefängnis-Insassen auf Schiffe verladen, zusammen mit allem, was man zum Aufbau einer Kolonie so brauchte. Der Auftrag: ansiedeln, Reben anpflanzen und Wein herstellen.

 

Das wurden denn auch genau so getan. Als die ersten Weine "fertig" waren, wurden sie in Fässer gefüllt und auf die Schiffe unter Deck aufgestapelt. Naturgemäß dauerte die Überfahrt mit dem Schiff um das Jahr 1900 von Australien nach England eine längere Zeit. Das Schiff, Besatzung und Ladung waren Wind und (teils heißen) Temperaturen und Wetterschwankungen ausgesetzt. Schließlich erreichten sie die englische Küste, wo sie schon sehnsüchtig erwartet wurden. Hatte man es geschafft? Hatte man endlich seinen eigenen, vollwertigen Bordeaux-Ersatz aus den Kolonien? Der Test der Fässer war mehr als ernüchternd: wirklich nach Wein schmeckte nichts! Schlimmer noch: naturgemäß war der Inhalt der Fässer gekippt, sauer und ungenießbar.  

 

Das heißt ... nicht alle. Ein paar wenige Proben zeigten sich erstaunlich wohlschmeckend mit einem angenehmen Touch of Süße. Genauere Untersuchungen ergaben: die besser schmeckenden Inhalte enthielten mehr Alkohol als die gekippten Weine. Also ging der Befehl an die Kolonie - Na? Ahnen Sie es? Richtig! Mehr Alkohol in die Fässer! Den Weinfässern wurde also nach Füllung eine ordentliche Portion reiner Alkohol zugefügt. Tja, und so haben wir theoretisch die Anfänge der Portweinherstellung entdeckt: Rotweine, zugesetzter Alkohol und Wärme bei der langen Reise in Holzfässern. Sherry wird noch heute in der pyramidenförmig gestapelten Form - wie auf den englischen Schiffen unter Deck - gelagert, genannt wird es das Solera-System. Dabei wird gleichzeitig immer eine gewisse Menge von der oberen Reihe in die nächste, darunterliegende Fassreihe eingefüllt. Hätten Sie es gewusst? Noch heute gibt es aus verschiedenen Teilen der Welt portwein-ähnliche Produkte, die sogar mit portugiesischen Rebsorten erzeugt werden. Zumeist handelt es sich dabei um Landesteile, die früher unter der kolonialen Einfluß einer Großmacht gestanden hatten und in die Menschen ausgewandert sind. So ist der Allesverloren Fine Old Vintage eines der besten Beispiele für einen "Portwein" aus Südafrika.

 

Gesucht wird ein außergewöhnliches Geschenk zur Geburt eines Kindes oder zur Hochzeit.

Die Lösung: Portwein!

Es sind große Momente, wenn es ein neues Familienmitglied auf die Welt kommt. Und nicht wenige (Männer) möchten diesen Tag mit einer besonderen Flasche Wein festhalten. Die gute Flasche sollte dann lagerfähig sein, am besten 18 Jahre. So kann man den guten Tropfen dann zur Feier der Volljährigkeit mit dem Sohn oder der Tochter öffen. Der Gedanke ist schön, hat aber zwei klitzekleine Haken. Überlegen wir zunächst einmal, welcher Wein überhaupt für eine Lagerzeit von stolzen 18 Jahren in Frage kommt - und dann auch noch mit Feinheit glänzt, also im besten Fall auf dem Höhepunkt seines Geschmacks ist. Da wird das Feld ganz schön dünn. Einige Supertuscans wie Ornellaia und Sassicaia schaffen das. Auch der eine oder andere Barolo und BrunelloAmarone der Spitzenqualität kann man das auch zutrauen. Hinzu kommen große Bourgogne-Weine wie von Louis Jadot aus den Einzellagen und Spitzenjahrgängen (denn die sind ja auch nicht alle mit der gleichen Lagerfähigkeit ausgestattet, siehe Bordeaux-Jahrgang 1997: superweich, lecker, günstig, aber nicht über Jahrzehnte lagerfähig). Einige der seltenen Spanier aus dem Premiumbereich wie von Marques de Grinon oder Muga schaffen das. Und dann natürlich die großen Namen aus BordeauxWas alle diese Weine gemeinsam haben? Es gibt keine großen Mengen davon, sie sind begehrt und - richtig teuer! Ab 100,- € sollte man rechnen - pro Flasche wohlgemerkt. Aber das reicht selten. Die lagerfähigen Bordeaux-Gewächse beginnen bei ca 150,- € und die Preisspirale ist nach oben weit offen. Kurz gesagt: das ist eine richtig große Investition. Oder?

 

Kommen wir zum zweiten Haken. Gehen wir davon aus, wir haben uns für einen Premiumwein entschieden und der kostete stolze 100,- €. Immerhin: das ist eine Menge Geld. Damit ein Wein diesen Wert und seine Lagerfähigkeit überhaupt erreichen kann, muß er speziell vinifiziert worden sein. Bei seiner Herstellung hat der Winzer die hohe Lagerfähigkeit schon einkalkuliert und "seinem Baby" deshalb alles mitgegeben, was dazu notwendig ist. Eine strenge Selektion der Trauben, spezielle Verfahren um den Geschmack herauszuarbeiten und - Holzfässer! Das ist ein wichtiger Punkt!! Ein trockener Rotwein oder Weißwein mit bis zu 18 Jahre Lagerpotential hat ordentlich Fässer atmen dürfen und müssen, bekam vielelicht sogar noch Depot (Traubensediment, das den Wein während der Lagerung stärkt und sich am Boden dunkel ansammelt) mit in die Flasche. Warum das wichtig ist? Weil ein solcher Wein auch bei der Öffnung und dem Trinkgenuss genau aus diesem Grund etwas Fingerspitzengefühl erwartet. Auslüften, richtige Temperatur, passendes Glas - alles wichtig. Und trotzdem: der Wein wird sich charaktervoll, kompakt, reif, mit Tanninen, Säure und Restsüße zeigen. Was für einen Weingenießer und -kenner wundervoll klingt, kann für einen jungen Menschen, der noch keine Erfahrungen mit Wein im Allgemeinen und mit einem solchen anspruchsvollen Premiumwein im Speziellen hatte, wie der personifizierte Schrecken im Glas wirken. "SO SCHMECKT WEIN?? - Da bleibe ich lieber beim Bier oder Mixgetränken."

 

Wein-Trinken muß man erst lernen - das ist wie Fahrrad fahren. Man muß üben, den Gaumen trainieren, die Elemente des Weins verstehen lernen, seine Sprache sprechen, ihm Zeit geben und - ihm "zuhören". Einem jungen Menschen fehlt es in der Regel an diesem Gelehrten-Vokabular, weswegen er Ihre hohe Investition in den Wein und Ihre Freude beim Öffnen der Flasche höchstwahrscheinlich nur schwer teilen kann. Deshalb empfehlen wir einen roten, gereiften Portwein. Hier spielt es dann keine große Rolle mehr, ob es sich um eine Colheita, einen LBV oder einen Vintage handelt (der sich aber entwickelt, Achtung!). Das Risiko, dass es beim Öffnen buchstäblich angesäuerte Gesichter gibt, wird minimiert. Mit dem Geburtsjahrgang auf der Flasche entsteht ein großer Moment. Eine (oder mehrere) gute Schokolade dazu, und schon kann man gemeinsam ein Gläschen trinken, bei dem der Sohn oder die Tochter nicht zwangsläufig das Gesicht verzieht wie Hui Buh, das Schloßgespenst. Die Restsüße im Port begeistert den Gaumen, und trotzdem kann man schon mit dem Geschmack durch den Test mit den unterschiedlichen Schokoladesorten etwas spielen. Ein toller Moment, an dem man sich auch 18 Jahre später noch gerne erinnern wird. Investitionstechnisch liegen wir bei diesem Geschenk auch deutlich günstiger. Nicht ab 100,- € sondern bis 100,- € und vielleicht ein bisschen drüber reichen für dieses tolle Geschenk schön völlig aus - ein Kleinkredit ist also nicht nötig

 

Was für die Geburt eines Kindes gilt, ist auch auf ein anderes, großes Ereignis übertragbar: die Hochzeit! Die Suche nach dem richtigen Hochzeitsgeschenk ist mühsam, zeitintensiv und zuweilen kostspielig. Und natürlich soll das Geschenk später nicht in der Vitrine unbenutzt verstauben, sondern auch einen Mehrwert und nach Möglichkeit auch noch einen Erinnerungseffekt haben. Wow, ganz schön viele Wünsche auf einmal. Doch genau hier kann ein Portwein helfen. Die gute Flasche wird in eine Holzkiste gepackt, die zuvor mit Folie ausgeschlagen wurde, um den Inhalt gegen Feuchtigkeit zu schützen. Diese Holzkiste wird nun gefüllt - und zwar mit den Glückwünschen der Hochzeitsgäste. Auch die ganz persönlichen Wünsche für die Zukunft kommen jeweils auf kleine Zettel, werden gefaltet (ohne dass das Brautpaar sie vorher liest) und werden um die Flasche herum in die Kiste geworfen. Das geschieht den ganzen Abend über, den man kann natürlich auch mehrere Zettel in die Box werfen. Die füllt sich langsam mit den persönlichsten Worten und Gedanken aller Gäste.

 

Dann kommt der große Moment: Nach dem offiziellen Hochzeits-Teil und mit Beginn der entspannten Zeit (also meist spätabends oder sogar nachts) muß das Brautpaar seine erste, gemeinsame Aufgabe lösen: die Kiste wird verschlossen, der Deckel zugenagelt. Die Holzkiste wird jetzt außen am besten auch noch einmal mit Folie gegen Feuchtigkeit geschützt - denn jetzt wird sie vergraben. Am Besten im Garten des Brautpaares, zum Beispiel unter einem Baum. Denken Sie an Ihre eigene Hochzeit zurück oder versuchen Sie sich vorzustellen, wie schwierig sich dieses Unterfangen unter Umständen im Halbdunkel mit Kerzenlicht nach einigen Gläsern Champagner und Wein und der ganzen Anspannung des Tages gestalten kann. Ein Spaß für das Brautpaar und die Gäste - ein Moment, der vielleicht noch Jahre später Geschichten erzählen lässt. Und die Kiste mit dem Portwein? Nun, nach sieben Jahren wird diese Kiste wieder ausgegraben. Das Paar kann nun die Kiste öffnen, den Portwein miteinander genießen und sich ganz viel Zeit dafür nehmen, jeden einzelnen Zettel zu lesen, der sich in der Box befindet. Der Moment der Hochezit kann wieder erlebt werden. Und mit Sicherheit warten einige Überraschungen auf das Paar. "Wir wünschen Euch 2 gesunde Kinder" klingt lustig, wenn schon vier Mäuse um einen herumwuseln. 

 

An dieser Stelle sei erwähnt, dass auf Weingütern diese Geschenke teilweise schon lange Brauch sind. Und das funktioniert nicht nur mit Portwein, sondern auch mit edelsüßen Weinen wie Sauternes oder Eiswein. Auch diese Weine haben durch ihre Süße ein beträchtliches Leben und können so für diese Art von Geschenk wunderbar genutzt werden.

 

 

Wir hoffen, wir konnten Sie diesbezüglich ein wenig inspirieren. Bei uns finden Sie immer Weine, die zu diesen und anderen Anläßen passen - wir freuen uns schon auf Ihre Herausforderungen!

 

Wer jetzt neugierig geworden ist, der wirft schnell einen Blick in unsere große Portwein-Auswahl. Denn: Portwein hat immer Saison. Ob Sommer oder Winter, als Dessertbegleiter, als Erfrischung im Sommer oder als grandioses Geschenk: Portwein hat mehr zu bieten, als man zunächst glaubt. Aber: Sie wissen es ja jetzt besser. Wir freuen uns schon auf Ihre Frage und Kommentare.Und ansonsten sehen wir uns: live in unserem Geschäft in Ludweiler, im Online-Shop, bei Facebook oder Instagram.

 

Wir wünschen Ihnen eine genussvolle Zeit.

Herzlichst, Ihr Jacovin-Team 

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